Narration / Affekt / Diskurs

Narration / Affekt / Diskurs

Positionen aktueller Videokunst, eine Auswahl von Electronic Arts Intermix (EAI), NY

Im Rahmen des Projektes Narration / Affekt / Diskurs sollen die heute höchst vielfältigen Strategien im Umgang mit dem Medium Video vorgestellt werden. Dazu bietet das Projekt vom 26. April bis zum 3. Juni 2012 an der lothringer13_halle im Kontext eines thematischen Screenings, von Vorträgen und Projektpräsentationen unterschiedliche Zugänge zu der Auseinandersetzung mit dem bewegten Bild im Medium Video.

Dazu präsentieren wir eine Auswahl von Filmen, die das Video- und Filmkunstarchiv Electronic Arts Intermix (EAI) in New York City zur öffentlichen Nutzung anbietet. EAI vermittelt und verleiht ein einzigartiges Spektrum aktueller sowie historischer Positionen vornehmlich US-amerikanischer Videokunst.

Im Zentrum des Projektes steht neben der Präsentation einer Auswahl der von EAI vertriebenen Werke die Auseinandersetzung mit jungen Positionen der in Deutschland produzierten Videokunst sowie der Auseinandersetzung mit Präsentationsmodellen dieses heute etablierten Mediums. Ein fortwährendes Screening, Gespräche und Projektvorstellungen sollen einen exemplarischen Einblick in die formale wie inhaltliche Bandbreite der Arbeit mit zeitbasierten Medien vermitteln.

Eröffnung des Programms:
Donnerstag, 26. April 2012, 19.00 Uhr

Ausstellung/ Screenings:
27.04. – 03.06.2012

Begrüßung:
Felix Ruhöfer, Leitung lothringer13_halle

Projektpräsentation Olaf Stüber

Beginn des Programms am 26.04.2012, 19:00 Uhr, mit Olaf Stüber.

Olaf Stüber stellt das Projekt „VIDEOART AT MIDNIGHT“ vor. Gemeinsam mit Ivo Wessel gründete er das No-Budget-Projekt. Seit 2008 wird einmal im Monat an einem Freitag um Mitternacht Videokunst im großen Saal des legendären Kino BABYLON in Berlin-Mitte gezeigt. Jeder Abend ist einem Künstler gewidmet. Oft werden Uraufführungen gezeigt und manchmal auch live-acts.

Weitere Begleitveranstaltungen werden unter lothringer13.de/halle und über den Newsletter der lothringer13_halle bekannt gegeben.
Alle Veranstaltungen: Eintritt frei

Artist Talk Sven Johne

Mittwoch, 9. Mai 2012, 19.00 Uhr

Sven Johnes konzeptuellen künstlerischen Arbeiten fußen zumeist auf einer journalistischen Arbeitsweise, indem er Ereignisse recherchiert und sich Bildmaterial und Zeitungsberichte aneignet, um daraus dokumentarisch anmutende Geschichten zu konstruieren, deren Verortung zwischen Fiktion und Wirklichkeit bewusst verunklart wird.
Politische, soziale oder kulturelle Ereignisse werden in seinen Fotografien, Filmen und installativen Arbeiten anhand der Erzählung eines exemplarischen Einzelschicksals greifbar, wobei die konstruierten Erzählungen als eine Auseinandersetzung mit den uns umgebenden gesellschaftlichen Prozessen verstanden werden können.
Sven Johne hinterfragt dabei die Authentizität und den Beweischarakter von Texten und Bildern, die unseren Zugang zur Welt heute prägen.
Im Rahmen des Vortragsprogramms ‚Narration/Affekt/Diskurs’ stellt Sven Johne seine Arbeitsweise vor und reflektiert dabei im Besonderen die strategischen Unterschiede im Einsatz zeitbasierter Medien und seiner fotografischen Praxis.

Weitere Begleitveranstaltungen werden unter lothringer13.de/halle und über den Newsletter der lothringer13_halle bekannt gegeben.
Alle Veranstaltungen: Eintritt frei

Electronic Arts Intermix (EAI), New York

Künstler/innen: Jaime Davidovich, Harry Dodge und Stanya Kahn, Ken Jacobs, Andrew Lampert, Kristin Lucas, Cynthia Maughan, Jayson Musson

Der Auswahl von Videos aus der Sammlung von Electronic Arts Intermix (EAI), welche im Rahmen des Projektes Narration / Affekt / Diskurs in der lothringer13_halle präsentiert werden, liegt die Frage nach der Bedeutung von Video und digitalen Medien als künstlerisches Ausdrucksmittel in den letzten 30 Jahren, von den späten 1970er Jahren bis heute, zu Grunde. Künstlerische Mittel wie Direktkamera, Performance, Popkultur-Kritik oder die Erfahrungen mit Consumer- Technologie tauchen in der künstlerischen Arbeit mit Video oder digitalen Medien in den letzten Dekaden immer wieder auf. Trotz unterschiedlicher Ansätze zeichnen sich daher immer wiederkehrende Themen ab. Jede präsentierte Arbeit im Rahmen von Narration / Affekt / Diskurs reflektiert einen persönlichen Blick auf die manipulative Macht von Medien, welche als wesentlicher Impulsgeber im Rahmen der künstlerischen Nutzung von Technologien erscheint.

1971 gegründet, kommt Electronic Arts Intermix (EAI), New York City, heute als Non-Profit-Organisation eine führende Stellung im Kontext der aktuellen Videokunst zu. Als wegweisender Vertreter für Medienkunst und Medienkünstler, fördert EAI die Produktion, Präsentation, Verbreitung sowie den Erhalt von Video- und digitaler Kunst. Der Schwerpunkt liegt in der Verbreitung und dem Erhalt einer Sammlung von über 3.500 aktuellen sowie historischen künstlerischen Medienarbeiten. Darüber hinaus ermöglicht EAI den Zugang zu Video- und digitaler Kunst sowie zu umfassenden Online-Recherchemöglichkeiten und initiiert Bildungsmaßnahmen sowie öffentliche Programme beispielsweise in Form von Ausstellungen oder Künstlergesprächen.
Der Online-Katalog, abrufbar unter www.eai.org, bietet einen umfassenden Überblick über die Sammlung von Electronic Arts Intermix und informiert ebenso über Ausstellungen, Sammlungen sowie den Erhalt von Medienkunst.

imai - inter media art institute, Düsseldorf

Donnerstag, 24. Mai 2012, 19:00 Uhr

Dr. Renate Buschmann, Künstlerische Leitung und Geschäftsführerin, stellt die Stiftung imai vor, die sich seit 2006 in Deutschland dem Vertrieb, der Vermittlung sowie der Erhaltung von Medienkunst widmet. Neben dem Archiv, welches rund 3.000 Werke von den 1960er Jahren bis heute umfasst und auf Anfrage zugänglich ist, bietet imai durch einen umfassenden Online-Katalog ein umfangreiches Informations- und Rechercheinstrument zum Thema Videokunst. Über das Vertriebsprogramm sowie regelmäßige Screenings und Ausstellungen trägt imai zur Verbreitung sowie Vermittlung von Medienkunst bei. Der Frage nach der Zukunft dieser Kunstform widmet sich die Stiftung ebenso aus konservatorischer Sicht. Durch eigene Studien, Worksshops, Symposien und Veröffentlichungen beteiligt sich imai an der Diskussion und an der Weiterentwicklung von Lösungsansätzen hinsichtlich der Erhaltung von Medienkunst.

Ab dem 24. Mai 2012 sind für eine Woche und ergänzend zu den ausgewählten Positionen von EAI folgende Werke aus dem Archiv von imai in der lothringer13_halle zu sehen:

1. Sunjha Kim „[∫]“, 2011, 11:55 Min.

2. Kevin Pawel Matweew „Ohne Titel“, 2008, 05:40 Min.
3. Franziska Megert, „Time Addiction (Version 2)“, 2007, 04:00 Min.
4. Michalis Nicolaides „Pusteblume“, 2007, 0:40 Min.
5. Klaus vom Bruch, „Capriccio“, 2011, 04:00 Min.

Eintritt frei.

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